Samstag, 10. September 2011

Hustensaft selbst gemacht


Kaum naht der Herbst, schleppen die Kinder wieder Schupfen und lästigen Husten an.

Ich stelle den schleimlösenden Hustensaft immer selbst her. Die Kinder lieben ihn, von welcher Medizin kann man das schon sagen!

Das Rezept stammt von einer lieben, älteren Frau aus der Nachbarstadt, die in der Alten- und Krankenpflege seit Jahren tätig ist.



Ihr braucht dazu 1 Tl getrockneten Thymian, 1 Tl getrockneten Salbei (ich pflücke mir im Sommer immer die Kräuter aus meinem Kräutergarten und lege sie zum Trocknen hin. So habe ich immer meinen Vorrat an getrockneten Kräutern im Haus. Man kann die Kräuter natürlich aber auch in der Apotheke kaufen), 100 g gewürfelte Zwiebel, 100 g braunen Kandiszucker und 250 ml Wasser.



Alles in einen Topf geben und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis sich der Kandis aufgelöst hat. Von der Herdplatte nehmen und 15 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb in eine kleine Flasche abseihen.  


Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene nehmen dreimal täglich 2EL.
Die Arznei ist im Kühlschrank eine Woche haltbar.

Bleibt gesund,
Eure Maike

Donnerstag, 8. September 2011

Lion's Lace Schal fertig

Ich habe lange Zeit nicht Gestricktes mehr gezeigt. Das heißt aber nicht, dass ich untätig war. Ich arbeite zurzeit an drei Projekten gleichzeitig, wobei das Eine nun fertig geworden ist:



Es war eine Auftragsarbeit (wobei ich gleich darauf hingewiesen habe, dass ich so etwas noch nie gestrickt habe und für ein fehlerfreies Gelingen nicht garantieren kann). Meine Schwiegermutter hatte sich einen Schal in weinrot /beige zum Geburtstag gewünscht. Den musste ich also noch schnell dazwischen schieben, damit er jetzt zum Wochenende fertig wird.

Das Muster ist nach dem Lion's Lace Schal von hier.


Das war jetzt mein allererstes (fertiges) Projekt dieser Art, allerdings habe ich hierfür ein 4-fädiges Knäuel aus Baumwollmischgarnen verwendet (statt Mohair oder ein anderes Lace-Garn). Verbraucht habe ich insgesamt 80 g, gestrickt habe ich mit der Rundnadel Stärke 6,5 (die bei dem grünen Schal solche Probleme machte). Es hat sich auch der ein oder andere Fehler eingeschlichen, aber ribbeln ging nicht, da habe ich jedesmal den Überblick über die Maschen verloren und mußte von vorn beginnen. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!

Ich finde: für den Anfang doch gar nicht so schlecht!



Und das war mit Sicherheit nicht der letzte Schal dieser Art.




 
Bis bald,

Mittwoch, 7. September 2011

Neu im Shop

"Schilf"




Name:     Schilf
Farben:   tanne, buchs, jägergrün, mint, sand und weiss
Material: Baumwolle, Polyacryl, Wolle und Viskose
6-fädig; Lauflänge 283m/100g (Angaben ohne Gewähr)
 

Montag, 5. September 2011

Unwetter (in der Küche)

Gestern wütete ein Unwetter mit Gewitter und Starkregen über uns.


Wir saßen am frühen Abend schön gemütlich um den Esstisch im Wohnzimmer herum, draussen regnete, blitzte und donnerte es, und genossen unsere gebackene Dorade (am WE koche ich immer was Schönes, das von der Zubereitung her schon mal etwas aufwendiger ist). Irgendwann steht FRAU zwischendurch auf, um etwas aus der Küche zu holen. Dann *kreisch* - der ganze Fußboden nass, eine gigantische Pfütze. Spüle übergelaufen - nein, doch nicht. Es tropft durch die Zimmerdecke!!!!  Brüll: "Wasserrohrbruch im Badezimmer oben!".






Die Familie springt auf, alle suchen nach weiteren Wasserschäden: Nichts zu sehen. DER MANN dreht den Haupthahn ab, dann müsste es ja aufhören zu tröpfeln. Aber es tropft weiter, jetzt schon an drei Stellen. Wasserrohrbruch ist damit auszuschließen! *Hurra*. Eimer werden geholt.

DER MANN bei Regen und Gewitter auf das Carportdach vor dem Küchenfenster, die Kinder ängstlich, weil PAPA bei Gewitter draußen ist (das darf man nicht, ist lebensgefährlich!). Nachbarn sehen aus dem Fenster „Was ist denn bei D. los?“. DER MANN stellt fest: die Regenrinne ist verstopft, das Wasser läuft nicht ab, es dringt irgendwie unter dem Dach hindurch in die Küche. Er, mittlerweile klitschenass, säubert die Regenrinne.
Dann läßt der Regen draußen etwas nach - und damit auch in der Küche. Verschnaufen.

DER MANN geht ums ganze Haus. Auch auf der anderen Seite: Dachrinne verstopft. Wo ist das Auffanggitter für die Blätter hin? DER MANN robbt durch die matschigen Blumenbeete, dreht das Fallrohr ab, „bring mal was zum Stochern!“. Verstopfung beseitigt. In der Ferne wieder ein Grummeln, der Regen nimmt wieder zu, ein neues Gewitter im Anmarsch. FRAU wird unruhig, ruft: "Sieh zu, dass Du fertig wirst und rein kommst!" Irgendwo in der Ferne Sirenengeheul. In der Küche tropft es jetzt an 4 Stellen, noch ein Eimer wird benötigt. Ein hektisches Hin und Her. Überall liegen alte Handtücher ausgebreitet auf dem Boden herum.




Mittlerweile turnt DER MANN oben im Dunkeln auf dem Dachboden herum  (das Wasser kann nur durch ein Leck im Dach kommen), aber Licht kaputt, eine Taschenlampe wird benötigt. Treppe runter, Treppe rauf. Alles abgeleuchtet - nichts - keine undichte Stelle. Das Gewitter jetzt genau über uns, Blitz und Donner gleichzeitig, Stromschwankungen. FRAU brüllt aus der Küche nach oben: "Alles o.k?"
Kind 2 hat Angst. Kind 1 fragt: "Ist der Blitz eingeschlagen?" Die Sirene im Dorf geht los. Irgendwo vermutlich ein überfluteter Keller.

Dann - irgendwann nimmt der Regen draußen ab, das Gewitter zieht weiter. Wetterberuhigung, auch in meiner Küche. Jetzt erstmal aufräumen, die nassen Lappen einsammeln, überall feudeln.

Fazit DES MANNES: "Irgendwo im Dach muss ein Loch sein. Das Wasser kann eigentlich nur auf diese Weise eindringen. Wahrscheinlich werden wir die Holzdecke in der Küche abnehmen müssen, um sehen zu können, woher das Wasser gekommen ist".

FRAU: "Ja klar, gibt Schlimmeres" (denn jetzt komme ich wohl endlich zu meiner lang ersehnten, neuen, 
weißen Zimmerdecke...)

Aber bis dahin: Wetterwarnungen beobachten und Eimer bereithalten, sobald es anfängt zu regnen...

Und wenn ich heute aus meiner Wollwerkstatt schaue, stelle ich mit Freuden fest, dass wir plötzlich an einem See wohnen...

Blick aus unserem Fenster auf Nachbars Garten und überschwemmter Koppel

Oskar hat den Spaziergang heute ganz besonders genossen...





Er hat dann auch gleich ein ausgiebiges Bad genommen.


Und weil die Wettervorhersage noch weitere Regenfälle angekündigt hat, wird er sich in den nächsten Tagen wohl noch mehrmals diesem Vergnügen hingeben können.

Tja, wir haben hier wirklich noch Glück im Unglück gehabt. Ein Dorf 10 km von uns entfernt steht komplett unter Wasser.
Habt Ihr auch so ein Unwetter gehabt?
Liebe Grüße
Maike 



Sonntag, 4. September 2011

Minifladen

Gestern war’s hier ja noch einmal richtig sommerlich, da wurde natürlich gleich der Grill angeschmissen und draußen gegessen. Neben leichten Salaten gibt’s bei uns immer reichlich Brot zum Gegrillten. Wenn’s geht, natürlich selbstgemacht. Gestern habe ich kleine würzige Minifladen gebacken. 


Die sind super einfach und schnell gemacht und absolut gelingsicher. Zudem auch ein schönes Mitbringsel, wenn man zu einer Grillparty eingeladen ist oder etwas zu einem Buffet beisteuern soll (wobei ich dann immer 10 bis 15 kleine Fladen aus dem Teig mache, damit auch jeder in den Genuss kommen kann).


 
Hier das Rezept (für 4-6 Portionen)
1/2 Packung Brot-Backmischung Ciabatta (Fertigprodukt)
Hefe, falls gem. Packungsanweisung erforderlich
Frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Salbei)
2 TL Oregano, getrocknet
1 EL Olivenöl
1 EL geriebenen Parmesan
grobkörniges Salz


Zubereitung:                                                                          
Die Hälfte der Backmischung nach Packungsanweisung zum Teig verarbeiten und zugedeckt 1 Stunde gehen lassen. In 6-10 Stücke teilen, mit etwas Mehl zu Fladen auseinander ziehen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Oregano bestreuen, die anderen Kräuter in den Teig drücken, Oberfläche mit Öl einpinseln und mit frisch geriebenen Parmesan und Salz bestreuen (Ich kaufe mir immer ein Stück frischen Parmesan, raspel ihn in der Küchenmaschine und friere ihn ein. So habe ich immer frisch geriebenen Parmesan vorrätig.) Fladen nochmals 10 Minuten gehen lassen und im vorgeheizten Ofen bei 190° Umluft ca. 15 Minuten backen. 


Man kann natürlich auch getrocknete Kräuter verwenden. Die Stiele vom Rosmarin und Thymian sind eh nicht mit essbar – aber es sieht natürlich viel schöner aus!


Allein schon der Duft…

Hhmm…

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.
Eure Maike

Freitag, 2. September 2011

Schätze


Seht mal, was meine Mutter jahrelang im Schrank versteckt gehalten hat:







Diese Riesenstola hat sie sich in den 70er Jahren von ihrer Freundin stricken oder vielleicht doch eher häkeln lassen,ein- bis zweimal getragen, und dann ist sie in die Dunkelheit verbannt worden.



Ich finde, diese Handarbeit verdient es nicht, so ein trauriges Dasein zu fristen.

Und dieser Schal hat das gleiche Schicksal erlitten. Das Exemplar ist noch älter, er hat schon zuvor meiner Oma gehört. 

 
Ob er nun selbst gemacht ist oder nicht, wusste meine Mutter nicht mehr (ich denke eher nicht). Ist mir aber auch egal. Ich mag ihn trotzdem.



Jetzt sind beide Teilchen bei mir eingezogen – und sie werden mit Sicherheit getragen und ausgeführt werden.

Ich wünsche Euch ein schönes, sonniges Wochenende,
Eure